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Frank Baumann: Werders stiller Visionär

Frank Baumann ist Geschäftsführer bei Werder Bremen und ein Macher, der viel Bewegung in den Klub bringt. Nur sprechen mag er nicht so gerne darüber. Für uns macht er in der neuen Ausgabe eine Ausnahme.

Frank Baumann: Visionen und Zurückhaltung

Etwas unglücklich ist Werder Bremen aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Gegen den FC Bayern München kämpften die Werderaner bis zum Ende, verloren aber mit 2:3. Das Pokalfinale wäre das i-Tüpfelchen einer bisher großartigen Saison gewesen. Die Entwicklung Werders von einem Klub, der nach tollen Jahren zuletzt gegen den Abstieg spielte und nun wieder den Europapokal als Ziel erklärt, nicht zufällig.

Dafür sorgte auch Bremens Geschäftsführer Frank Baumann, der sicherlich kein Mann vieler und lauter Worte ist, aber im Hintergrund wichtige Entwicklungsarbeit leistet. Für SOCRATES machte der 43 Jahre alte Baumann eine Ausnahme und spricht in der aktuellen Ausgabe über Entschlossenheit, Mut und eine Zurückhaltung, die zum Vorteil wird.

Was gibt es sonst in dieser Ausgabe?

Exklusiv-Interview mit Katarina Witt

SOCRATES traf Witt am Rande der Laureus Awards in Monte-Carlo. Natürlich ist von der DDR, von Jutta Müller und Carmen die Rede. Doch nicht nur…

Exklusiv-Interview mit Toni Söderholm

Der neue Eishockey-Bundestrainer ist passend zur Sportart cool. Supercool sogar. Toni Söderholm spricht mit SOCRATES über das Erbe der Olympiahelden, wegweisende Maßnahmen – und zwei Dinge, die selbst ihn aus der Reserve locken können.

Franck Ribery & Arjen Robben

Eine Ära beim FC Bayern neigt sich ihrem Ende zu. Arjen Robben und Franck Ribéry prägten ein Jahrzehnt, wurden gefeiert, verflucht – und innig geliebt. Die Zuneigung beruhte immer auf Gegenseitigkeit und ihre Leistungen sind ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Sie werden dem FC Bayern fehlen, aber nicht nur dem.

Exklusiv-Interview mit Dirk Bauermann

Dirk Bauermann ist seit drei Jahrzehnten Trainer und hat alles gesehen, möchte man meinen. Er selbst sieht das ganz anders und schlägt in der Türkei das nächste Kapitel seiner Karriere auf. Mit SOCRATES diskutiert er über die Vielfalt der Kulturen, verletzende Vergleiche und kognitive Verzerrung. Er singt ein Loblied auf Dirk Nowitzki – und einen anderen großen Blonden.

Exklusiv-Interview mit Jean Todt

Jean Todt ist die Institution schlechthin im weltweiten Automobil-Rennsport. SOCRATES sprach mit dem FIA-Präsidenten über sein Erfolgsgeheimnis, unglaubliche Realitäten und – natürlich – Michael Schumacher.

Ronaldos Welt

Ronaldo war einst ein Weltklassestürmer bei den besten Klubs der Welt. Nun ist er ein erfolgreicher Geschäftsmann und neuer Eigentümer von Real Valladolid. Doch warum ausgerechnet Valladolid? SOCRATES war vor Ort, um das herauszufinden.

Dies und vieles mehr in Socrates #31!

MHP Riesen Ludwigsburg: Das Tal der Riesen

Vor 12 Monaten gehörten die MHP Riesen Ludwigsburg in der Basketball Champions League und Bundesliga zu den besten vier Mannschaften. Die Philosophie von John Patrick griff und sammelte Respekt und Siege. Heute ist vieles anders und um beides muss in jedem Spiel gekämpft werden.

Ludwigsburg und München trennen rund 240 Kilometer. Beinahe auf halber Strecke liegt Ulm. Drei Basketball-Standorte, eigentlich ganz nah, sportlich aber weit voneinander entfernt. „Woran es wohl liegen mag“, wird sich Ludwigsburgs Erfolgs-Trainer John Patrick des nachts vielleicht fragen. Woran liegt es, dass seine MHP Riesen vor 12 Monaten in einem europäischen Final Four standen, Teams mit knallharter Defense niederzwangen und in der BBL Heimvorteil in der ersten Runde genossen, in diesem Jahr jedoch weit weg sind?

Weit weg von den Erfolgen und vor allem weit weg von der eigenen Identität. So weit weg wie eben München. Der Tabellenführer tritt heute Abend in der Barockstadt an und bringt mit, was Ludwigsburg seit Monaten sucht. Konstanz und Identität.

Mannschaft hat sich verändert

Nun sollte gerade der FC Bayern nicht als Beispiel herhalten. Niemand in Ludwigsburg zeigt auf die 240 Kilometer entfernte Stadt und fordert gleiches. Das Duell mit dem deutschen Meister offenbart allerdings die Schwierigkeiten. Vergangenes Jahr war Ludwigsburg das berüchtigtste Defensiv-Team der Bundesliga. John Patricks Basketball-Philosophie manifestierte sich in jedem Spieler im gelb-schwarzen Trikot. Ganzfeld-Presse, Druck und Aggressivität ohne Unterlass. Durchatmen gegen die Riesen? Kaum möglich. Egal wer in den Süden der Republik kam wusste, dass mit schweren Beinen und oft auch mit schwerem Gemüt wieder abgereist wird.

Die Ludwigsburger verinnerlichten ihre Identität, beriefen sich darauf, erlaubten nur 77.4 Punkte im Schnitt und forcierten über 17 Ballverluste beim Gegner. Mit der viertbesten Offensive (86.2 Punkte) und drittbesten Punktdifferenz von +10.5 pro Partie waren die MHP Riesen elitär. Als einziges Team klauten sie den Ball pro Spiel mindestens zehn mal – bei wenigen eigenen Ballverlusten. Meist ein Erfolgs-Cocktail im Basketball. Von diesem Team sind drei Spieler übrig geblieben.

Die ersten sieben Akteure in der Kategorie Punkte im Schnitt sind weg. Ludwigsburg musste mal wieder von neuem anfangen. Ein hoher Durchsatz an Spielern war stets die Norm unter John Patrick, der Engagement und Druck erbarmungslos einfordert. Nimmt ein Spieler den Fuß vom Gas, nimmt Patrick ihn vom Parkett.

Und nicht selten auch komplett aus dem Team. Ludwigsburg verstärkte sich auch im vergangenen Jahr inmitten der Spielzeit. Der unversehrte Kern garantierte jedoch Wissensaustausch. In diesem Sommer brach Patrick die Wissensbrücke komplett weg. Veteran David McCray ist einer von drei übrig gebliebenen und derjenige, der Patricks DNA vollends absorbiert. Zu wenig, um in dieser Saison zu wiederholen, was vergangenes Jahr gefeiert werden durfte. Ludwigsburg schaffte es in der Basketball Champions League (BCL) nicht zurück in die Playoffs. Die vielen Partien mit neuem Personal zehrten, genau wie die Suche nach der verlorenen Identität.

Reaktiv statt Aktiv

Vor zwei Wochen fuhren die MHP Riesen Ludwigsburg jene 240 Kilometer nach München und verloren 92:74. München traf 46.4 Prozent aus der Distanz, versenkte von dort 13 Würfe und spielte mit den ehemals furchteinflößenden Riesen. „Woran es wohl liegen mag“, wird sich John Patrick auf der Fahrt zurück nach Hause gefragt haben.

Oder er kennt die Antwort schon, die so logisch wie auch simpel ist. Beinahe die ganze Mannschaft ersetzen zu müssen und dann zu hoffen, dass alles beim alten bleibt, ist illusorisch. Patricks Plan basiert auf der ungemütlichsten Komponente des Basketballs – konstante Aggressivität in der Verteidigung. Kein Ball in der Hand, reaktiv statt aktiv. Das erfordert viel und kann nicht über Nacht in ein Teamkonzept gegossen werden.

Ludwigsburg befindet sich vor dem Rückspiel gegen die Bayern im Dickicht der Verfolger mit zwei Siegen Rückstand auf den achten Platz. Nach dem frühen Aus in der BCL gilt der Fokus den Playoffs. Manifestiert sich Patricks Philosophie mit fortschreitender Spielzeit mehr und mehr in der Spielern?

Oder sind diese irgendwann immun geworden und ein Stil wie der von Patrick nutzt sich einfach ab. Viel Schliff und Hitze bedeutet Abrieb. Flüsterstimmen fragen nach der Halbwertzeit des Trainers. Ludwigsburgs Problem ist das defensive Konzept. Es greift in diesem Jahr nicht. Ein normaler Vorgang oder der Beginn eines Trends?

Die Playoffs bleiben in Reichweite

John Patrick und seine MHP Riesen werden sich diese Frage aktuell nicht stellen. Die Playoffs sind bei noch acht verbleibenden Spielen möglich. Unter anderem geht es zuhause nach den Bayern gegen Bamberg, Vechta und Berlin. Vor eigenem Publikum stemmt sich Ludwigsburg mit einer Bilanz von 8-5 gegen den Trend. Vergangene Saison waren 20 Siege nötig, um Platz acht zu sichern.

Gewinnt Ludwigsburg alle verbleibenden Spiele? Wahrscheinlich nicht. Beginnen sie heute Abend gegen den Branchenprimus? Die Historie spricht nicht dafür mit nur drei Siegen aus elf Heimspielen gegen die Bayern. John Patrick wird auf kleine Schritte hoffen. Etwas weniger Punkte zulassen, etwas mehr Intensität und die Playoffs bleiben in Reichweite. Und da, das Klischee verrät, ist alles möglich.

Robert Jerzy

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Bayern-Profi Javi Martinez schreibt für Socrates

Neuzugang für das Socrates Magazin: Javi Martinez, Profi des FC Bayern München, wird neuer Kolumnist. Der 30 Jahre alte Spanier schreibt jeden Monat über seine Sicht der Dinge. Im Exklusiv-Interview erklärt Martinez, warum er diesen Schritt gegangen ist.

Javi Martinez: „Einblicke ermöglichen“

Der Begriff Erfolgsgarant wird ja inzwischen sehr inflationär verwendet. Bei Javi Martinez trifft es sogar zu. Beim Gastspiel des FC Bayern München bei 1899 Hoffenheim feierte der Spanier seinen 100. Bundesliga-Sieg – im 120. Spiel. So schnell kam in der Bundesliga noch nie zu den 100 Siegen. Und Martinez hatte wieder einmal gehörigen Anteil am wichtigen Sieg in Sinsheim. Auf der Sechs präsentierte sich der Mittelfeldspieler in überragender Form.

Diese möchte Martinez künftig auch als Kolumnist des Socrates Magazins unter Beweis stellen. Der 30 Jahre alte Profi des FC Bayern schreibt jeden Monat seine Gedanken auf. Dies verkündete Martinez in der neuen Ausgabe des Socrates Magazins, das am Donnerstag im Handel erschienen ist.

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„Ich freue mich sehr. Ich liebe es zu schreiben. Die Idee, den Lesern das Leben eines Fußballers aus einer sehr persönlichen Perspektive näher zu bringen, fasziniert mich. Es gibt viele Dinge, die Außenstehende nicht nachvollziehen oder wissen können. Ich möchte ihnen Einblicke ermöglichen, die ihnen ansonsten vorenthalten bleiben würden“, so Martinez im Exklusiv-Interview.

Auch bei Socrates ist Freude über den Neuzugang groß: „Javi Martinez ist ein Profi, aber vor allem ein Mensch, der über den Tellerrand hinausblicken kann – und will. Wir freuen uns, dass wir mit Javi Martinez eine Bundesliga-Größe für unser Magazin begeistern konnten, die hervorragend zu unserem Motto Die besten Storys schreibt der Sport passt“, sagt Socrates-Herausgeber Fatih Demireli.

Bereits im exklusiven Interview, das den Startschuss für die Zusammenarbeit zwischen Martinez und Socrates gibt, gewährt der Bayern-Star tiefe Einblicke in sein Innenleben, verrät aber auch, dass er sich einen Wechsel zu einem anderen Klub in dieser Größenordnung nicht mehr vorstellen kann.

Was gibt es sonst in Ausgabe #28?

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