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Real Valladolid: Ronaldos Welt

Ronaldo war einst ein Weltklassestürmer bei den besten Klubs der Welt. Nun ist er ein erfolgreicher Geschäftsmann und neuer Eigentümer von Real Valladolid. Doch warum ausgerechnet Valladolid? SOCRATES war vor Ort, um das herauszufinden.

Antonio mag die Ruhe. Und die Ruhe scheint ihn zu mögen. Der Mann, ein Mittdreißiger, wirkt so, als hätte er noch nie die Fassung verloren. Das Lächeln steht in seinem Gesicht Gewehr bei Fuß. „Möchtest du einen Kaffee? Er ist hier wirklich gut. Aber wenn du möchtest, kannst du auch etwas anderes trinken.“

Antonio sagt das in einer so freundlichen Art und Weise, dass man gar nicht auf die Idee kommt, diese Höflichkeit nicht zu erwidern. Das Wetter schließt sich der Freundlichkeit an diesem Tag an. „Letzte Woche war es hier sehr kalt. Wir haben Glück“, sagt er. Mit hier ist Valladolid gemeint.

Eine Stadt mit knapp 300.000 Einwohnern, gelegen nordöstlich von Madrid. Mit dem Zug dauert es knapp eine Stunde, bis man von der Hauptstadt in das sehr beschauliche Valladolid kommt. Die Stadt, in der 1506 Christoph Kolumbus starb. Valladolid wirkt wie Antonio. Valladolid ist Antonio. Aufregung ist hier ein Fremdwort. Daran kann selbst Real Madrid nichts ändern.

Standards ohne Tore

Am nächsten Tag wird hier der größte Klub der Welt beim heimischen Real Valladolid Club de Fútbol gastieren. Das Abschlusstraining direkt am Estadio José Zorrilla ist komplett öffentlich. Eine Unmöglichkeit bei vielen Klubs der Welt, die sich am liebsten komplett von der Außenwelt abkapseln und aus ihren taktischen Übungen kurz vor den Spielen ein Staatsgeheimnis machen.

Doch in Valladolid haben sich trotz der Möglichkeiten nur ein paar Zuschauer an den Trainingsplatz verirrt. Trainer Sergio González Soriano lässt fast ausschließlich mit dem Ball trainieren. Vor allem viele Defensivstandards werden geübt. Soriano hat offenbar eine Vorahnung. Da aber nur selten ein Tor fällt, halten sich die Emotionen am Spielfeldrand in Grenzen.

Ein etwas korpulenter Mann hat seinen Klappstuhl mitgenommen, es sich direkt am Spielfeldrand bequem gemacht. Aber er vergnügt sich lieber an einem Handyspiel. Ein paar Groupies sind auch da, aber sie haben eher Spaß an gefühlt 1.300 Selfies. Motivierende Schlachtrufe vor dem großen Spiel? Nichts. Es hat wohl nicht einmal etwas mit der sportlich prekären Situation des Aufsteigers zu tun, dass hier selbst vor einem Real-Spiel keine Euphorie aufkommt. Auch am Tag danach, als die Partie gegen die Königlichen steigt und Valladolid spielerisch einen vielversprechenden Start hinlegt, gibt es im ausverkauften Stadion Stimmung nur auf Sparflamme.

Der Artikel erschien zuerst in Ausgabe #31 im Mai 2019: Hier klicken und nachbestellen

Valladolid hat keinen Rivalen

Die Spiele im Estadio José Zorrilla, das nach einem bekannten Dichter benannt ist, sind gut besucht, aber man versteht das Ganze eher als okaye Abwechslung im Alltag und weniger als große Liebesromanze mit dem Lokalmatador. Gehören Rivalitäten zwischen Klubs im Fußball zum guten Ton, hat Valladolid nicht einmal einen Gegner, an dem man sich aufreibt. „Vielleicht ist es Salamanca, weil der Klub aus der Nähe kommt, aber das ist eigentlich auch keine echte Rivalität“, sagt Antonio, der sich um die Klub-Kommunikation in Valladolid kümmert.

Als am nächsten Tag der Bus von Real Madrid vorfährt, gibt es die obligatorischen Pfiffe der wartenden Valladolid-Anhänger. Als der gesperrte Sergio Ramos aus dem Bus steigt, wird der Protest ein klein wenig lauter, aber einige wollen mit dem Kapitän Reals und der spanischen Nationalmannschaft auch viel lieber abklatschen. Eine Stadt voller Antonios eben.

Frenetisch wird es an diesem Tag nur einmal. Kurz nachdem die Spieler aus Valladolid und Madrid das Stadion betreten und die Busse sich allmählich zu ihren Parkplätzen zurücksetzen, taucht aus dem Nichts Ronaldo Luís Nazário de Lima auf. Der ehemalige Weltklassestürmer von Real Madrid, Barcelona und Co. wird gefeiert, bejubelt und geliebt. Ronaldo winkt kurz verlegen und verschwindet dann ebenfalls im Stadion.

„Er hat uns auf die Landkarte gesetzt“

Ronaldo ist nicht gekommen, um seinen ehemaligen Klub, für den er Anfang der 2000er Jahre in 177 Spielen unfassbare 104 Tore erzielte, zu beobachten. Ronaldo ist der Gastgeber. Im Sommer 2018 verkündete Real Valladolid, dass der Brasilianer 51 Prozent der Klub-Aktien gekauft habe und fortan Hauptanteilseigner sei. Ronaldo investierte 30 Millionen Euro, um künftig dem Klub vorzustehen.

„Er hat uns mit seinem Kommen auf die Landkarte gesetzt, sowohl als Klub als auch als Stadt“, sagt der bisherige Präsident Carlos Suárez Sureda. Im Sommer verkaufte der Klub 20.000 Dauerkarten, verkaufte Trikots wie nie. Natürlich mit der Nummer 9 und dem Schriftzug Ronaldo. Der Hype um den einsteigen Weltstar ist riesig. Aber warum gerade Valladolid? Warum ein Klub, der ohne ihn auf keiner Landkarte steht und sportlich eher als Fahrstuhlmannschaft anzusehen ist? Ein Klub, der mehr Abstiege als Pokale vorzuweisen hat?

Gerüchte, wonach er als Strohmann für unsichtbare Investmentunternehmen fungiert, wiegelt Ronaldo vehement ab. „Das ist mein Geld.“ Und man nimmt es ihm ab, wenn man die Vita des 41 Jahre alten Brasilianers begutachtet. Seine vielen Verletzungen führten dazu, dass Ronaldo viel Zeit hatte, über die Zeit nach der Karriere nachzudenken. Erste Firmenbeteiligungen soll es schon früh gegeben haben. 2014 gründete er dann in Brasilien eine Vermarktungsagentur, anschließend zog er nach London um, wo er drei Jahre lebte, sein Englisch verbesserte und Kurse in den Bereichen Finanzen und Kommunikation belegte.

In den USA beteiligte er sich an den Fort Lauderdale Strikers, aber Ronaldo wollte mehr. Er wollte einen Klub führen. Die Frage, warum es dann ausgerechnet Valladolid wurde, lässt sich damit noch immer nicht beantworten, aber zumindest gibt es erste Hinweise. Denn hört man sich in Spanien um, ist Valladolid zwar sportlich (noch) keine große Nummer, aber wirtschaftlich durchaus gesund. Die Kostenstruktur hält sich in Grenzen, die Schulden auch.

Valladolid: Solide Wirtschaft

Im Gegensatz zu vielen anderen Klubs, die auch bedingt durch verschiedene Wirtschaftskrisen und Fehlinvestitionen in der Klemme stecken und durch einen Investor gerettet werden müssen. Ronaldo muss nicht erst damit anfangen, Schulden zu bezahlen. Da würden die läppischen 30 Millionen Euro auch nicht helfen. Er kann sofort in die Weiterentwicklung investieren – und das will er höchstpersönlich. „Glaubt ihr, ich kaufe einen Klub, um am nächsten Tag in den Urlaub zu fahren?“

Ronaldo bringt sich ein. „Neulich saß er zu Hause und hat einen Social-Media-Post gesehen, der ihm nicht gefallen hat. Er hat dann persönlich angerufen und gefragt, ob man das nicht hätte anders formulieren können“, erzählt Antonio. Es ist aber keineswegs königliches Gehabe, das Ronaldo praktiziert. Er zeigt Nähe, lässt sich gerne in der Stadt und auch in der Kabine blicken, um mit dem Trainer, den Spielern und mit den Vereinsmitarbeitern zu sprechen. Es ist Ronaldos Welt. „Es ist schon wahnsinnig aufregend, wenn dir El Fenómeno gegenübersteht“, sagt Enes Ünal, seit Saisonbeginn Stürmer bei Valladolid, im Gespräch mit SOCRATES.

Ronaldo gibt Tipps über Laufwege, darüber, wie man am besten schießt, über das Stellungsspiel. Und jeder im Klub nimmt die Hilfe gerne an. Dass Alltagstipps für den Erfolg nicht ausreichen werden, weiß Ronaldo. Die Mannschaft, in der nur drei Ausländer spielen, hat nur bedingt La-Liga-Niveau. Als im Sommer Gespräche über die Übernahme durch Ronaldo geführt wurden, ließ der Klub alles stehen und liegen und vergaß vollkommen, die Mannschaft zu verstärken. Die Quittung: Abstiegskampf.

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Hilfe von Real Madrid?

Gegen Real Madrid geht Valladolid zweimal in Führung, beide Male annulliert der Schiedsrichter per VAR die Tore. Als Valladolid noch einen Elfmeter verschießt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Real die Fehler bestraft und das Spiel nach Hause schaukelt. Einen Tag später werden die Königlichen die Rückkehr von Zinédine Zidane verkünden und die Fußballwelt überraschen.

Im Stadion ist noch die Rede davon, dass José Mourinho zurückkommen wird. Aber Real entscheidet sich für Zidane, den Erfolgstrainer der vergangenen Jahre und Ronaldos einstigen Mitspieler. Wahrscheinlich ist er sogar eingeweiht, verbringt er doch den ganzen Tag mit Reals Präsidenten Florentino Pérez, mit dem den Brasilianer ein freundschaftliches Verhältnis verbindet.

Sehr wahrscheinlich, dass er sich künftig Hilfe vom großen Nachbarn holt. Denn Ronaldo sagt: „Wir wollen so weit wachsen,wie es unsere Träume zulassen.“ Verwaltungsratmitglied Suárez ergänzt: „Wir stoßen in eine Dimension vor, von der wir nicht einmal zu träumen gewagt hatten.“ Dazu gehören dann auch Spielertransfers, die Valladolid im Sommer vorhat.

Aber teure Stars wird der Klub nicht holen, sondern – auch mithilfe des großen Namens im Rücken – vielversprechende Talente an Land ziehen, damit sie gemeinsam mit dem Klub wachsen. Der Standort, unweit von Madrid, wird dabei natürlich helfen.

Und was sagt Antonio? Emotionen sind nicht sein Ding, aber er freut sich für die Stadt, in der er geboren und aufgewachsen ist. Dass die Menschen hier mal aus der Langeweile herauskommen und ihren Spaß haben. Jahrelang lebte er in Kapstadt, Südafrika. Doch irgendwann packte ihn die Sehnsucht und er kam zurück. Die Sehnsucht nach der Ruhe und vielleicht nach dem guten Kaffee am Trainingsplatz. Und Antonio hatte recht. Er ist wirklich gut.

Fatih Demireli

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Stefanos Tsitsipas im Interview: Der glücklichste Mensch der Welt

Mit gerade mal 21 Jahren gewann Stefanos Tsitsipas die ATP Finals – der jüngste Gewinner seit 18 Jahren. Der Grieche hatte keine einfache Kindheit, wie er im exklusiven Interview mit SOCRATES erzählt. Und er erzählt auch von kühnen Träumen.

Stefanos Tsitsipas, spätestens seit Ihrem Sieg gegen Roger Federer bei den Australian Open zählen Sie zur Weltspitze. Wie gehen Sie mit Ihrem neuen Status um?

Ich möchte vorausschicken, dass ich hart dafür gearbeitet habe, dort zu stehen, wo ich jetzt bin. Meine konstant guten Leistungen in dieser Saison sind der verdiente Lohn dafür. Ganz einfach: Ich bin der glücklichste Mensch der Welt, wenn ich auf Stars wie Rafael Nadal, Roger Federer oder Novak Djoković treffe. Jahrelang habe ich sie am Bildschirm verfolgt und jetzt darf ich selbst gegen sie spielen. Ein Traum wurde wahr.

In welchem Bereich Ihres Spiels haben Sie sich zuletzt besonders weiterentwickelt?

In meinem Defensivspiel an der Grundlinie. Ich habe in den letzten Monaten extrem viel geschuftet, sowohl auf dem Court als auch im Kraftraum. Dazu habe ich meine Ernährung komplett umgestellt. Mittlerweile kann ich sagen, dass ich mich komplett aufopfere, um die höchsten Ziele zu erreichen.

Was ist noch neu?

Ich bin konstanter geworden, mache weniger Fehler. Das liegt auch daran, dass ich nicht mehr so hektisch wie früher bin. So ist mein Spiel insgesamt effizienter. Ich bin auch klüger geworden und habe festgestellt, dass ich unter Druck immer besser spiele. Ich bin auf einem guten Weg, habe aber nicht vor, mich darauf auszuruhen, das können Sie mir glauben. Ich bin sehr hungrig und fest davon überzeugt, dass ich noch viel weiterkommen kann.

Wie wichtig war der Durchmarsch bis ins Halbfinale der Australian Open im Januar?

Wenn man bei einem Grand-Slam-Turnier so lange dabei ist, bekommt man automatisch einen Schub für die kommenden Aufgaben. Wichtig ist dann aber, sich realistisch einzuschätzen und weiter hart an sich zu arbeiten. Ich bin überzeugt davon, dass ich noch viel besser spielen kann und bald in der Lage sein werde, wichtige Turnier und auch Majors zu gewinnen.

Gibt es einen Tennis-Boom in Ihrer Heimat oder einen Tsitsipas-Hype?

Absolut. Ich genieße jetzt in Griechenland deutlich mehr Aufmerksamkeit als noch im vergangenen Jahr. Wenn ich so weitermache, dann wird diese Sportart wieder richtig populär in meinem Land. Ich bin froh und stolz, eine Art Tennis-Botschafter zu sein.

Können Sie sich noch völlig ungezwungen und frei bewegen?

Das wird immer schwieriger. Immer mehr Fans halten mich auf und wollen ein Autogramm oder ein Selfie mit mir machen.

Die neue Generation um Sie, Denis Shapovalov, Daniil Medwedew oder Borna Ćorić spielt sehr offensiv. Ist das die Zukunft des Tennis?

Das hoffe ich doch. Angreifen ist schließlich das beste Rezept. Ich finde aber, dass ohnehin nur noch wenige Spieler ausgesprochen defensiv agieren. Viele Leute sagen, dass Nadal ein Defensivspieler sei. Diese Meinung teile ich nicht. Vielleicht war er das in den Anfängen seiner Karriere auf der Tour, aber inzwischen geht er sehr aggressiv zu Werke.

Sie sind einer der wenigen Spieler neben Federer, der die Rückhand mit einer Hand spielt. Ist das schon immer so gewesen?

Bis ich acht Jahre alt war, habe ich tatsächlich beidhändig gespielt. Aber mit einer Hand passt es mir besser. 2014 kam die große Veränderung und zwar beim Orange Bowl, als ich immer öfter die Rückhand mit nur einer Hand spielte. Das Selbstvertrauen wurde immer größer und mittlerweile ist die Rückhand meine größte Stärke. Ich glaube nicht, dass ich mit einer beidhändigen Rückhand die gleiche Entwicklung genommen hätte.

Wer waren Ihre Idole in Ihrer Jugendzeit?

Federer und Pete Sampras, der auch griechische Wurzeln hat. Beide Spieler haben oder hatten die schönste Rückhand auf der Tour. Für mich waren sie eine Art Inspiration. Ich hoffe, dass wieder mehr Spieler die Rückhand mit nur einer Hand spielen.

Erzählen Sie uns von Ihrer Kindheit.

Ich hatte es in der Schule nicht einfach, weil ich oft allein war. Keiner wollte mich in seinen Freundeskreis lassen. Mein Nachteil war, dass ich ständig auf Reisen war, um irgendwo an Turnieren teilzunehmen. Ich hatte das Gefühl, dass etliche Mitschüler neidisch auf mein Leben waren. Ich habe damals versucht, diese Dinge nicht so wahnsinnig wichtig zu nehmen und immer schön die Ruhe zu bewahren. Das war nicht immer leicht.

Dominic Thiem traf sich mit Socrates zum Exklusiv-Interview
Dominic Thiem im Exklusiv-Interview: "Doping? Tennis ist sauber!"

Sie gelten auch auf der Tour eher als Einzelgänger, als einer, der gerne für sich ist und nicht viele Freunde hat. Stimmt das?

Das ist absolut richtig. Ich genieße es, in meiner eigenen Welt zu leben. Ich habe nicht viele, dafür aber sehr gute Freunde in meinem ganz engen Umfeld. Mit ihnen verbringe ich gerne Zeit, aber das Schönste für mich ist, komplett allein zu sein und allein zu entscheiden, was ich machen will. Mir ist sehr wichtig, kreativ und unabhängig zu sein.

Wollten Sie immer Tennisspieler werden oder gab es auch andere Optionen?

Ja, ich wäre beinahe Fußballer geworden. Auch die Schauspielerei war mal eine Idee. Aber vor allem als Fußballer war ich in Griechenland sehr aktiv.

Ihrer Leidenschaft für die Schauspielerei gehen Sie mit Ihren Video-Blogs nach. Stimmt es, dass Sie immer eine Drohne dabeihaben?

In meiner Reisetasche ist immer eine drin. Ich setze sie immer wieder für einen Videodreh ein.

Ihre Mutter reagiert oft sehr emotional in der Loge. Wie gehen Sie damit um?

Meine Mutter versteht sehr gut, was ich auf dem Platz mache, weil sie früher selbst Profi war. Sie ist der Grund dafür, dass ich im Laufe der Zeit immer disziplinierter wurde. Dabei ist Disziplin gar keine typisch griechische Tugend. Meine Mutter lässt mich aber in Ruhe, mein Vater ist viel strenger.

Könnte das mal zum Problem werden? Schließlich ist Ihr Vater auch Ihr Trainer?

Vielleicht hole ich mir irgendwann einmal einen zweiten Coach, weil es nie verkehrt ist, sich mehrere Meinungen einzuholen. Heute ist das aber überhaupt kein Thema. Ich habe zu meinem Vater eine ganz besondere Beziehung. Wir sind uns sehr nah und verstehen uns blind. Wenn ich ihn an meiner Seite habe, dann fühle ich mich wohl und selbstbewusst. Er kennt mich am besten und er weiß genau, wie ich ticke. Ich wüsste nicht, wer es besser machen könnte als er. Er hat einen großen Anteil an meiner Entwicklung und mir viel gegeben. Er hat ja sogar seinen Beruf aufgegeben, um mich auf der Tour zu begleiten.

Sie wirken auf dem Platz ausgesprochen furchtlos. Woher kommt das?

Als Kind wäre ich fast ertrunken. Mein Vater hat mir damals das Leben gerettet. Seitdem betrachte ich viele Sachen anders. Ich genieße jeden Augenblick mehr als früher. Auf dem Court beschäftige ich mich nur mit meinem Spiel, nicht mit dem Gegner. Es spielt sich alles im Kopf ab und wenn ich eine falsche Entscheidung treffe, dann bin ich allein schuld. Angst habe ich nie, wenn ich spiele.

Wenn die Leute in vielen, vielen Jahren Ihren Namen googeln: Was sollen sie über Sie finden?

Da sollte stehen: „Die ehemalige Nummer eins der Welt“ oder besser noch: „Der beste Spieler aller Zeiten“.

Interview: Alexis Menuge

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Javi Martinez Kolumne #3: Eine Art Religion

Bayern-Star Javi Martinez spielte mit 17 Jahren seine erste Saison bei Athletic Bilbao; und zugleich mit dem Lebensinhalt der Leute in der Region. Eine Verantwortung, für die unser Kolumnist eine Schutzmaßnahme ergriff.

Von Javi Martinez

Wenn ihr mal in Bilbao seid, in einem Supermarkt an der Kasse steht und neben euch eine 93-jährige Frau seht, ist sie gewiss Fan von Athletic Bilbao. Wenn an gleicher Stelle ein Kind neben euch steht, ist es gewiss Fan von Athletic Bilbao. Und wenn ein Mann, egal welchen Alters, neben euch steht, ist er gewiss Fan von Athletic Bilbao. Jeder in Bilbao ist Fan von Athletic Bilbao. Und das ist keine Übertreibung.

Die Leute in Bilbao sind nicht zu vergleichen mit anderen Leuten auf dieser Welt. Zum einen sind Basken sehr stolze Menschen, zum anderen in gewisser Weise auch fanatische Menschen. Zumindest dann, wenn es um Athletic Bilbao geht. Athletic ist für sie eine Art Religion. Es ist verrückt. In Bilbao liebt jeder Athletic. Und wenn du für Athletic spielst, vergöttert dich jeder und projiziert damit Erwartungen auf dich, die nahezu unmenschlich sind.

Bilbao zahlte sechs Millionen Euro Ablöse

Damit musste ich erst mal umzugehen lernen, als ich im Alter von 17 Jahren von Osasuna nach Bilbao wechselte. Warum ich euch das erzähle? Weil ich anschließend sechs Jahre in Bilbao blieb und es für mich eine ganz entscheidende und prägende Station in meiner Karriere war. Die Station, von der ich dann ja 2012 zum FC Bayern wechselte.

Sechs Millionen Euro hatte der Klub für mich bezahlt. Das wusste jeder in Bilbao. Das war einerseits eine große Verantwortung, andererseits auch eine große Motivation für mich. Ich wollte beweisen, dass ich das Geld wert war. Ich sprühte vor Tatendrang. Unglücklicherweise lief es in meinem ersten Jahr in Bilbao für meine neue Mannschaft gar nicht gut. Wir standen am Saisonende kurz vor dem Abstieg.

„Ihr müsst gewinnen, Javi“

Bilbao in der Zweiten Liga in Spanien? Das wäre historisch gewesen. Historisch schlecht. Noch nie war der Klub abgestiegen. Dementsprechend könnt ihr euch vielleicht vorstellen, unter welchem Druck wir Spieler standen, wie nervös wir waren. Wir wussten: Wir spielen mit dem Lebensinhalt der Leute in Bilbao. Mit ihrem Glück, mit ihrer Zufriedenheit, mit ihrem Herzen. Und auch das ist keine Übertreibung.

Das Treffen mit der 93-jährigen Frau im Supermarkt hat es übrigens tatsächlich gegeben. Sie sagte zu mir: „Javi, du musst gewinnen. Ihr musst gewinnen. Für uns.“ Sie sagte es weder böse noch laut. Aber in ihren Worten schwang etwas Flehendes mit, das damals für mich zugleich bedrohlich wirkte. Wenn du für Bilbao auf den Platz gehst, weißt du, dass die Menschen für zwei, drei Tage überglücklich sein werden, wenn du gewinnst. Aber wenn du verlierst, werden die Menschen zwei, drei Tage enttäuscht und auch persönlich beleidigt sein. In einem Maße, das kaum nachzuempfinden ist, wenn du es nicht selbst erlebt hast.

Javi Martinez: Ich bin abends nicht aus dem Haus gegangen

Diese Verantwortung spürst du in Bilbao als Spieler jeden Tag. Das als 17-Jähriger richtig einzuordnen und auch zu verarbeiten, war nicht einfach. Nein, es war schwer. So schwer, dass ich in der Endphase der Saison abends nicht mehr aus dem Haus gegangen bin. Ich wusste zwar, dass es nicht meine Schuld war, dass die Mannschaft so schlecht dastand. Und dass ich persönlich eigentlich gute Leistungen gezeigt hatte.

Aber die Leute kamen in der Stadt immer näher auf mich zu. Sie haben das weder absichtlich gemacht, noch so wahrgenommen. Aber sie haben mich in diesen Wochen fast erdrückt. Wer glaubt, die Sorgen der Fans prallen an uns Fußballern ab, der irrt. Wir nehmen sie wahr – und mit nach Hause. Der eine mehr, der andere weniger. In der Endphase der Saison daheim zu bleiben, war eine Schutzreaktion. Ich befürchtete, dass sich die verunsicherte Stimmung in Bilbao auf meine Leistung auswirken könnte. Dieser Gefahr wollte ich unbedingt entgehen.

Mir ist wichtig, auf meine Mitmenschen zu achten

Mit meinen nun 30 Jahren denke ich, dass es eine Verbindung zwischen dem Fußballer Javi Martínez und dem Menschen Javi gibt. Wie ich auf dem Spielfeld agiere, spiegelt sicherlich einen Teil meiner Persönlichkeit wider. Ich bin sehr verantwortungsbewusst. Sowohl auf dem Platz als auch daneben. Mir ist es wichtig, auf meine Mitmenschen zu achten, ihnen ein gutes Gefühl zu geben. Ich möchte die Dinge für meine Familie und Freunde, aber auch für meine Teamkollegen leichter machen. Ich will immer helfen. Und ein Unterstützer bin ich in gewisser Weise ja auch als Sechser auf dem Platz.

Aber zurück zu meiner ersten Bilbao-Saison. Zum Glück schafften wir es, die Liga zu halten. Und in den kommenden Spielzeiten deutlich bessere Leistungen zu zeigen. Wir erreichten einige Finals, darunter das Europa-League-Finale 2012 sowie 2009 und 2012 das Finale um die Copa del Rey. Wir spielten starke Saisons und spürten die Freude der Fans – im Stadion und in der Stadt. Am Ende war es eine tolle Zeit in Bilbao, die ich nicht missen möchte.

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Ada Hegerberg: „Ich bin keine Frau, die Fußball spielt“

Ada Hegerberg ist erst 23 und aktuell die beste Fußballerin der Welt. Was sie zum Thema Gleichberechtigung, zum Sexismus-Eklat von Paris und ihrem Rücktritt aus der Nationalmannschaft zu sagen hat, verrät sie im Exklusiv-Interview.

Ada Hegerberg, im vergangenen Dezember gewannen Sie den erstmals an eine Frau vergebenen Ballon d’Or als weltbeste Spielerin. Wie haben Sie diese Auszeichnung aufgenommen?

Ich war unglaublich stolz. Ich bin eigentlich vorsichtig mit dem Wort Stolz, aber es passt einfach zu dieser besonderen Ehrung. Mit Olympique Lyon gewannen wir im Mai erneut die Champions League, was sicherlich zu meiner Wahl beigetragen hat. Es hätte aber auch genauso gut eine Kollegin von OL werden können. Ich verstehe den Ballon d’Or auch als Lohn für die Arbeit der vergangenen Jahre. Als Kind habe ich immer davon geträumt, Titel zu gewinnen, aber das hat mich schon sprachlos gemacht … natürlich im positiven Sinne. (lacht)

Und was bedeutet es Ihnen, dass Sie die erste Frau sind, die diese Ehrung erfährt?

Das ist eine historische Sache, die für den gesamten Frauenfußball einen großen Schritt nach vorn bedeutet. Jedes Mädchen, das selbst Fußball spielt und die Zeremonie in Paris verfolgt hat, ist mit Sicherheit davon beeinflusst worden. Bei mir wäre es jedenfalls so gewesen, als ich 16, 17, 18 war. Dass ich nun die erste Frau bin, erfüllt mich mit Glück und Stolz, und mir ist auch klar, dass ich eine noch etwas größere Verantwortung trage, unsere Sportart bekannter zu machen.

In Norwegen haben Sie bestimmt schon Legendenstatus.

Ja, das kann man inzwischen wirklich so sagen. Es berührt mich, weil in meinem Heimatland ja eher der Wintersport populär ist. Irgendwie ist es merkwürdig, dass eine Norwegerin den Ballon d’Or gewinnt. (lacht) Aber vielleicht ist es auch eine tolle Werbung für den Fußballsport in meinem Land.

Wie haben Sie davon erfahren, dass Sie die Siegerin sind?

Ich kam gerade von einer Trainingseinheit in Lyon zurück in die Kabine, als mich der Pressesprecher ansprach und fragte, ob ich ein Geheimnis für mich behalten könnte. „Du könntest mir ruhig etwas mehr vertrauen“, habe ich im Spaß zu ihm gesagt. Und dann hat er mir die Neuigkeit verraten. Wir waren beide gerührt, und ich hatte Tränen in den Augen.

Hat der Preis etwas in Ihrem Leben verändert?

Wenn schon die New York Times extra für mich nach Lyon kommt, um mich zu interviewen, dann bin ich auf der einen Seite irgendwie stolz und auf der anderen auch leicht überfordert. Ich habe sogar Anfragen aus Indien und Island bekommen. Die ganze Welt hat sich plötzlich für mich interessiert.

Bestand die Gefahr, dass Sie abheben?

Nein, für mich ist es gar kein Problem, die Gleiche zu bleiben. Es ist eine unglaublich tolle Gelegenheit, um mehr über den Frauenfußball zu berichten und die will ich nutzen.

Wollen Sie diesen persönlichen Erfolg wiederholen?

Selbstverständlich. Ich bin sehr ehrgeizig. Nun genieße ich in vollen Zügen diese erste individuelle Auszeichnung. Ich lebe gern in der Gegenwart, aber ich weiß auch: Wenn ich weiter hart an mir arbeite, werde ich gute Chancen haben, solche Erlebnisse zu wiederholen.

Es wird womöglich schwieriger für Sie, weil Sie ja vor einigen Monaten aus der Nationalmannschaft zurückgetreten sind. Folglich wird man Sie bei der WM im Sommer in Frankreich nicht zu Gesicht bekommen. Warum haben Sie das gemacht?

Weil ich der Meinung bin, dass man mutige Entscheidungen wie diese fällen muss, wenn man dauerhaft gute Leistungen auf dem höchsten Niveau bringen will. Ich habe lange darüber nachgedacht und die Entscheidung noch keine Sekunde bereut. Man sollte seiner eigenen Linie treu sein, was ich in diesem Fall tue.

Bei der Preisverleihung sorgte der französische DJ Martin Solveig für einen Eklat, als er Sie nach Ihren Twerking- Fähigkeiten fragte. Solveig zog damit einen gewaltigen Shitstorm auf sich. Wie ging es Ihnen damit?

Im ersten Moment habe ich das gar nicht so mitbekommen. Ich hatte den Ballon d’Or im Arm und war irgendwo anders, wahrscheinlich auf Wolke sieben. Wir haben später sogar miteinander getanzt und ich habe es ihm nicht übelgenommen. Natürlich hätte ich mir eine Frage zum Fußball gewünscht, das wäre angemessener gewesen.

Sie legen viel Wert darauf, dass man es mit der Geschlechterdifferenzierung nicht übertreibt. Warum?

Weil ich aus einer Familie komme, in der es völlig selbstverständlich ist, dass Frauen und Männer gleich sind. In Norwegen ist man bei dieser Thematik sehr weit. Ich habe mich noch nie als eine Frau gesehen, die Fußball spielt, sondern als Fußballer. Es ist aber noch ein weiter Weg, bis man wirklich von Gleichberechtigung sprechen kann. Aber reden sollte man jeden Tag darüber, denn das Thema ist wichtig.

Mit ein bisschen Abstand: Wie war das Jahr 2018 für Sie?

Einfach unglaublich, traumhaft schön. Der Höhepunkt war sicher der dritte Champions- League-Titel mit Lyon in Folge. Ich stecke mir immer hohe Ziele und wollte um die 50 Tore erzielen, was mir auch gelungen ist. Mein Spiel hat sich in den vergangenen Monaten prächtig entwickelt.

Was können Sie noch besser machen?

Es geht um Details, um ein paar Prozent. Die Effizienz vor dem gegnerischen Tor könnte noch besser sein, auch die Abstimmung mit meinen Mitspielerinnen.

Sie sind mit 50.000 Euro Gehalt im Monat sehr gut bezahlt und bekommen fast so viel wie viele Männer in der Ligue 1. Damit sind Sie aber die Ausnahme.

Ich habe sehr wohl ein Verständnis dafür, dass der Unterschied zwischen Mann und Frau in der Bezahlung relativ groß ist und auch bleiben wird. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind eben völlig andere. Ich sehe aber auch, dass der Unterschied etwas kleiner geworden ist. Mir ist wichtig, dass Mädchen die gleichen Chancen bekommen wie die Jungs, aber davon sind wir leider noch weit entfernt.

Ihr Mann Thomas Rogne ist ebenfalls Profi. Er spielt bei Lech Posen in Polen und in der norwegischen Nationalmannschaft. Wären Sie bereit oder bereit gewesen, Ihre Karriere für ihn zu opfern?

Nein, das denke ich nicht. Unsere Beziehung funktioniert auch deshalb, weil wir beide unsere Berufe zu 100 Prozent respektieren. Für uns beide kommt solch eine Art der Aufopferung nicht infrage. Wir führen eine Fernbeziehung, was nicht immer einfach ist, aber wir unterstützen uns gegenseitig.

Welches Klischee über den Frauenfußball finden Sie eigentlich am schlimmsten?

Das werde ich Ihnen hier nicht sagen, weil es sonst die Kritiker für Ihre Zwecke verwenden würden. Es wird immer Idioten geben, aber ich beschäftige mich lieber mit den Leuten, die uns gern zuschauen.

Wer war Ihr Idol?

Früher gab es wenige Spiele der Frauen im Fernsehen, allenfalls die WM, deshalb habe ich öfter bei den Männern zugeschaut. Und wenn ich Thierry Henry am Ball sah, mit seiner Eleganz, seiner Geschwindigkeit und dieser Effizienz vor dem Tor, war ich immer hellauf begeistert. Heutzutage haben die jungen Mädels deutlich mehr Gelegenheiten, Frauenfußball im Fernsehen zu verfolgen.

Stimmt die Geschichte, dass Sie durch den Film Kick It Like Beckham Lust auf Fußball bekommen haben? Das erzählt jedenfalls Ihre Schwester Andrine, die bei PSG spielt.

Ich kenne einige Mädels, die nach diesem Film mit dem Fußball begonnen haben und verrückt nach Fußball wurden. Ich gehöre auch dazu. Zwar steckte der Film voller Klischees, doch sorgte er dafür, dass der Frauenfußball einen Boom erlebte. Andrine und ich haben ihn bestimmt 100 Mal gesehen.

Ihre Wahlheimat Frankreich ist Schauplatz der nächsten WM. Wie wichtig ist dieses Turnier?

Es ist eine weitere Chance und die gilt es zu nutzen. Ich hoffe sehr, dass die durch den Erfolg der Männer entstandene Fußball-Euphorie für volle Stadien in Frankreich sorgen wird.

24 Nationen nehmen an der WM teil. Nur neun davon haben eine Frau als Trainer. Ist das zu wenig?

 Das sehe ich nicht so, weil in meinen Augen die Kompetenz wichtiger sein sollte als das Geschlecht. Ich finde auch, dass die Männer bessere Führungsqualitäten haben. Viele Frauen müssen noch mehr Gas geben, um höhere Ziele zu erreichen.

Interview: Alexis Menuge

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Frank Baumann: Werders stiller Visionär

Frank Baumann ist Geschäftsführer bei Werder Bremen und ein Macher, der viel Bewegung in den Klub bringt. Nur sprechen mag er nicht so gerne darüber. Für uns macht er in der neuen Ausgabe eine Ausnahme.

Frank Baumann: Visionen und Zurückhaltung

Etwas unglücklich ist Werder Bremen aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Gegen den FC Bayern München kämpften die Werderaner bis zum Ende, verloren aber mit 2:3. Das Pokalfinale wäre das i-Tüpfelchen einer bisher großartigen Saison gewesen. Die Entwicklung Werders von einem Klub, der nach tollen Jahren zuletzt gegen den Abstieg spielte und nun wieder den Europapokal als Ziel erklärt, nicht zufällig.

Dafür sorgte auch Bremens Geschäftsführer Frank Baumann, der sicherlich kein Mann vieler und lauter Worte ist, aber im Hintergrund wichtige Entwicklungsarbeit leistet. Für SOCRATES machte der 43 Jahre alte Baumann eine Ausnahme und spricht in der aktuellen Ausgabe über Entschlossenheit, Mut und eine Zurückhaltung, die zum Vorteil wird.

Was gibt es sonst in dieser Ausgabe?

Exklusiv-Interview mit Katarina Witt

SOCRATES traf Witt am Rande der Laureus Awards in Monte-Carlo. Natürlich ist von der DDR, von Jutta Müller und Carmen die Rede. Doch nicht nur…

Exklusiv-Interview mit Toni Söderholm

Der neue Eishockey-Bundestrainer ist passend zur Sportart cool. Supercool sogar. Toni Söderholm spricht mit SOCRATES über das Erbe der Olympiahelden, wegweisende Maßnahmen – und zwei Dinge, die selbst ihn aus der Reserve locken können.

Franck Ribery & Arjen Robben

Eine Ära beim FC Bayern neigt sich ihrem Ende zu. Arjen Robben und Franck Ribéry prägten ein Jahrzehnt, wurden gefeiert, verflucht – und innig geliebt. Die Zuneigung beruhte immer auf Gegenseitigkeit und ihre Leistungen sind ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Sie werden dem FC Bayern fehlen, aber nicht nur dem.

Exklusiv-Interview mit Dirk Bauermann

Dirk Bauermann ist seit drei Jahrzehnten Trainer und hat alles gesehen, möchte man meinen. Er selbst sieht das ganz anders und schlägt in der Türkei das nächste Kapitel seiner Karriere auf. Mit SOCRATES diskutiert er über die Vielfalt der Kulturen, verletzende Vergleiche und kognitive Verzerrung. Er singt ein Loblied auf Dirk Nowitzki – und einen anderen großen Blonden.

Exklusiv-Interview mit Jean Todt

Jean Todt ist die Institution schlechthin im weltweiten Automobil-Rennsport. SOCRATES sprach mit dem FIA-Präsidenten über sein Erfolgsgeheimnis, unglaubliche Realitäten und – natürlich – Michael Schumacher.

Ronaldos Welt

Ronaldo war einst ein Weltklassestürmer bei den besten Klubs der Welt. Nun ist er ein erfolgreicher Geschäftsmann und neuer Eigentümer von Real Valladolid. Doch warum ausgerechnet Valladolid? SOCRATES war vor Ort, um das herauszufinden.

Dies und vieles mehr in Socrates #31!