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Ewald Lienen im Interview: Am Rand der Selbstzerstörung

Hohe Ablösen, komplett vermarktete Klubs, Verlust der Fannähe: Für Ewald Lienen (66) sind das keine wichtigen Probleme mehr. Der technische Direktor des FC St. Pauli schlägt Alarm und appelliert nicht nur an die Fußballklubs, sondern auch an die Menschheit.

Ewald Lienen, was macht den FC St. Pauli so besonders?

Es ist ein Verein, der mitgliederbasiert ist. Es gibt also keine Ausgliederung der Profi-Abteilung. Der Vorstand ist zusammen mit der neuen Direktorenebene für alle Entscheidungen verantwortlich. Und die Mitglieder wählen den Vorstand. Das führt zu einer richtig engen Verbindung untereinander. Die Mitglieder haben durch die bereits vor 10 Jahren verabschiedeten Leitlinien die Richtung bestimmt, die der Verein einschlägt. Oder durch neuere Beschlüsse, wie etwa beim Merchandising, wo wir dem mehrheitlichen Wunsch nachkommen, generell auf nachhaltige Produkte zu setzen. Auch der Stadionname wird nicht vermarktet. Der FC St. Pauli ist ein Verein, der sich bestimmten Werten verpflichtet hat, die wir auch offen vertreten. Wir spielen nicht nur Fußball, wir sind uns auch unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und leben sie.

Der FC St. Pauli nimmt im deutschen Fußball in dieser Hinsicht eine besondere Stellung ein. Viele andere Vereine vermarkten ihre Stadionnamen, werden von Investoren unterstützt. Lässt sich diese Entwicklung, die immer mehr Geld in den Fußball spült, überhaupt noch umkehren?

Das ist zumindest fraglich, aber wie so vieles auch nicht unmöglich und hängt vom sportpolitischen Willen ab. Aber das ist zurzeit nicht unser größtes Problem. Wir leben im Moment in einer Welt, die durch Umweltbelastung und Klimakrise am Rand der Selbstzerstörung wandelt. Der Grund dafür ist das egoistische, rücksichtslose und rein gewinnbasierte, konsumorientierte Denken, das in großem Maße unsere Wirtschaft und unser tägliches Leben dominiert. Es stellt sich nicht die Frage, ob sich das Umkehren lässt, sondern wann wir endlich umkehren. Wir können das nicht nur der Politik und den großen Konzernen überlassen, sondern müssen auch uns selbst und unser Konsumverhalten hinterfragen. Und natürlich auch die Art, wie wir Dinge produzieren und mit Mitmenschen und der Natur umgehen. Der jetzige Weg hat keine Zukunft. Die Erde ist etwas Wunderschönes. Und alle Menschen haben es verdient, in Würde und im Einklang mit der Natur zu leben. Aber dazu müssen wir radikal umdenken und können nicht noch 10 oder 20 Jahre warten. Dann ist es zu spät.

„Wir können nicht einfach weiter Fußball spielen“

Ihnen scheint die gesellschaftliche Verantwortung sehr am Herzen zu liegen…

Natürlich! Aber nicht nur, weil es mir nun mal am Herzen liegt, sondern weil es mittlerweile eine Frage des Überlebens geworden ist. Wenn wir den Klimawandel nicht aufhalten, brauchen wir uns über andere Themen keine Gedanken mehr zu machen. Der Fußball ist ein Teil der Gesellschaft, und er handelt nach den gleichen oft lebensfeindlichen Maximen und Prinzipien, die überall in unseren Gesellschaften zu finden sind. Dass die Wirtschaft nicht für den einzelnen Menschen da ist und wir zumeist nur mit der Absicht produzieren, möglichst viel Gewinn zu erzielen, hat zu vielen Ungerechtigkeiten und unsozialen Folgen geführt. Aber mittlerweile hat es die Erde auch an den Rand des ökologischen Kollapses gebracht, mit allen damit verbundenen, unübersehbaren und existenzgefährdenden Konsequenzen. Dagegen müssen wir etwas tun, und zwar alle und sofort. Also auch die Vereine. Zum Glück ist der FC St. Pauli nicht der einzige Verein, der etwas auf der Basis gesellschaftlicher Verantwortung tut, auch wenn vielleicht nur wir uns in der Vermarktung aus Überzeugung Selbstbeschränkungen auferlegt haben. Fast alle Profiklubs sind bezüglich ihres sozialen Engagements auf einem guten Weg, und es gibt viele tolle andere Beispiele wie in Bremen, Freiburg oder Frankfurt. Beim FC St. Pauli unterstützen wir zusammen mit der sehr aktiven Techniker Krankenkasse aktuell das an meinen Namen angelehnte Projekt „e-Wald“, unter Zuhilfenahme einer App der Organisation „Plant for the Planet“.

Was steckt dahinter?

Dort haben Nutzer die Möglichkeit, mit ein paar Klicks durch Spenden Bäume zu pflanzen und sozusagen ihren eigenen elektronischen Wald, also den e-Wald, aufzuforsten und damit langfristig zur Reduzierung von CO2 in der Atmosphäre beizutragen. Pflanzen wir weltweit 1000 Milliarden neue Bäume, können wir den weiteren Anstieg der Erdtemperatur bremsen und uns Zeit für weitere grundlegende Veränderungen verschaffen. Der Klimawandel ist zur Zeit die gefährlichste, aber auch nur eine Folge unserer Art, Wirtschaft und Gesellschaft zu organisieren. Wir können die Dinge nicht losgelöst voneinander betrachten. Schaffen wir einen radikalen Wechsel in unserer Ausrichtung, bewahren wir die Erde nicht nur vor dem Kollaps, sondern können endlich auch Hunger, Armut und Ungerechtigkeit bekämpfen sowie für Gleichheit, Bildung, Frieden und nachhaltige Entwicklung auf der Welt sorgen. Ein Verein hat alle Möglichkeiten der Welt, etwas zu tun. Das muss unser Ziel sein. Wir können nicht einfach weiter Fußball spielen und so tun, als würde uns das alles nichts angehen. Das betrifft neben den Vereinen jeden einzelnen Menschen, aber auch Organisationen und alle Unternehmen.

Sie sprechen die gesellschaftliche Verantwortung der Vereine an. Inwiefern ist Fußball ein Spiegelbild dafür, was neben dem Rasen passiert?

Der Fußball findet ja nicht im luftleeren Raum statt. Wie schon angedeutet, geht es auch bei uns darum, wie wir Produkte für unser Merchandising herstellen lassen, wie wir an Spieltagen mit Lebensmitteln umgehen, wieviel Abfall oder Plastikmüll wir produzieren, wie wir mit Mitarbeitern oder Nachwuchsspielern umgehen, kurz: wie nachhaltig und sozial wir uns als Arbeitgeber und Organisation verhalten. Dazu sind wir als Verein in einer Konkurrenzsituation mit anderen Vereinen. Wir sind nicht in den USA, wo man ein Franchise-System hat und sich niemand Sorgen machen muss, dass er absteigt (dafür gibt es viele andere Nachteile). Ein Abstieg ist für die Vereine oftmals mit großen wirtschaftlichen Risiken verbunden. Vor allem wenn du in die 3. Liga absteigst, dann bist du im finanziellen Nirwana gelandet, was zumeist nur mit entsprechenden Financiers aufgefangen werden kann. Und wenn die anderen ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten nutzen und du nicht im gleichen Maße, dann hast du schon mal einen strukturellen Nachteil. Trotzdem müssen wir mitziehen, wenn wir mithalten wollen. Dabei gehen wir schon genug Kompromisse ein, und das wissen unsere Fans auch. Ansonsten müssten wir europaweit eine eigene Liga gründen. Nur mit Vereinen, die sich an unserer Ausrichtung orientieren.

Das Interview erschien in Ausgabe #37: Jetzt nachbestellen

„Viele Menschen haben den Glauben an die Politik verloren“

Was wiederum mit finanziellen Verlusten einhergehen würde…

Natürlich. Die Hauptfinanzierungsquelle sind die TV-Verträge und über den damit verbundenen Verbreitungsgrad unsere Sponsoren- und Werbeverträge. Und das in den großen Ligen mit Publikumswirksamkeit. Die Konkurrenzfähigkeit stößt an Grenzen, wenn in anderen Ligen wesentlich mehr Geld im Umlauf ist, wie z.B. in der englischen Premier League. Da verdienen die Spieler einfach besser. Ob der Fußball da so viel besser ist? Bei den Top-Vereinen schon, weil die sich die besten Spieler der Welt holen können. Dadurch ist dort die Konkurrenz an der Spitze auch größer als bei uns.

Welche Rolle spielt die Politik im Sport?

Sport und Politik hatten schon immer etwas miteinander zu tun. Das hat es schon im alten Rom gegeben. Schon damals wurden dem Volk Gladiatorenkämpfe präsentiert, um es zu beruhigen. Und die Gladiatorenkämpfe von heute sind offensichtlich Fußballspiele. Dass die Politik sich über den Sport präsentieren will, haben wir auch schon gefühlt hundert Mal erlebt. Sei es bei den Olympischen Spielen 1936 mit dem NS-Regime oder bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien, als unter den Augen einer Militärdiktatur gespielt wurde. Tausende Menschen wurden dort ermordet und wir sind hingefahren und haben Fußball gespielt. Das ist ein düsteres Kapitel unserer Nationalmannschaft.

Aktuell befindet sich die politische Landschaft in Deutschland im Wandel, Parteien wie die AfD fahren Rekordergebnisse ein. Merken Sie sowas auch auf den Rängen?

Beim FC St. Pauli eher nicht, denn unsere Fans haben sich da klar positioniert. Wenn ich mich aber in Europa umschaue, dann gibt es immer wieder Beispiele, wie leider auch in Italien, wo farbige Spieler rassistisch beleidigt werden. Das ist unterirdisch. Ich weiß aber nicht, ob das nur als Rechtsruck einzuordnen ist. Viele Menschen haben den Glauben an die Politik verloren. Weil wir in den letzten Jahrzehnten viele Politiker hatten, die mehr an ihrer Karriere als an den sozialen Werten interessiert waren, für die sie stehen sollten. Wir haben eine Gesellschaft geschaffen, in der rücksichtslos gewirtschaftet wird. Ohne Rücksicht auf den Menschen, ohne Rücksicht auf die Natur und ohne Rücksicht auf nachhaltige Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden. Seit Beginn der Kolonialisierung plündern wir Länder in Afrika oder sonst wo aus, haben ethnische Konflikte befördert, liefern dazu noch Waffen in alle Welt und wundern uns dann auch noch darüber, wenn Menschen aus diesen Ländern zu uns kommen, um der Armut und den Kriegen zu entfliehen. Die Politik und die Wirtschaft müssen für alle Menschen da sein und nicht nur für einige wenige Eliten oder die industrialisierten Länder.

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Heimweh

Braucht man nur die schönen Momente des Lebens, um Sehnsucht zu entwickeln? Schriftsteller und Autor Moritz Rinke entdeckte in weiter Ferne seine Liebe zu Werder Bremen wieder.

Früher, als ich Mitte zwanzig war, hatte Heimat etwas Beengendes. Wenn ich zu Hause ankam, verschoben sich die Proportionen. Natürlich war das Haus in Worpswede, in der Künstlerkolonie bei Bremen, in dem ich lebte, größer als die Mietwohnung in Berlin, dennoch kam mir alles kleiner vor. Im Badezimmer hatte ich das Gefühl, ich müsste den Kopf einziehen, das Waschbecken hänge zu tief und der Spiegel sei zu klein.

Wenn man mir Bilder mit den berühmten Malern von Worpswede zeigte, und ich ihre Moorlandschaften bewundern sollte, lief ich weg. Wenn ich auf Reisen in Hotels Bilder mit den berühmten Worpsweder Moorlandschaften der Modersohns sah, hing ich sie ab. Wenn ich noch bis vor kurzem gefragt wurde, warum das Licht, der Himmel und die Wolken über Worpswede so besonders seien und die Maler zu ihren Kunstwerken inspirierten, fing ich an zu schimpfen und erklärte, die Wolken seien halt so, basta.

Nach Bartels‘ Schuss…

Als Kinder wurden wir mit den besonderen Wolken über Worpswede tyrannisiert. Wir mussten die Wolken ja nicht nur anschauen, wir mussten sie ja auch in Aquarell malen und im Erdkundeunterricht sprachen wir nicht über die Niagarafälle oder den Dschungel in Afrika, sondern über die Worpsweder Wolken. Offenbar begriff niemand, dass diese verdammten Wolken für uns ganz normal waren! Und deshalb musste man auch ganz bestimmt nicht wie Rilke darüber Gedichte schreiben oder gar Maler werden!

Dass ich als Kind Fußballer werden wollte und nicht Maler, hatte ganz bestimmt mit den Wolken zu tun!

Als ich vor geraumer Zeit ein Heimspiel des SV Werder Bremen im türkischen Fernsehen sah (die Bundesligaübertragungen in der Türkei hat der Präsident Gott sei Dank noch nicht verboten), Werder wieder mal zu verlieren schien und die Kamera nach einem Schuss des Bremer Spielers Fin Bartels weit über das Tor in den Bremer Himmel schwenkte – da sah ich sie  wieder: die  norddeutschen Wolken! Ja, sie sahen genauso aus wie auf den berühmten Bildern der Worpsweder Maler, sogar wie auf den Aquarellen meiner malbegabten Mitschüler.

Der Artikel erschien in Ausgabe #4: Jetzt nachbestellen

Der Kanzlerkandidat saß fast auf mir

Ich starrte aus Istanbul auf den Himmel meiner Kindheit. Und ich begriff, dass das Heimatgefühl vielleicht erst über den Umweg entsteht. Vielleicht ist es das, was Peter Handke mit der „Langsamen Heimkehr“ meint; in der Erkenntnis des Entferntseins bereitet sich so etwas wie Heimkehr vor, wie Heimweh. Ich hatte Heimweh.

Wochen später fuhr ich nach Bremen. Werder spielte gegen einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf. Neben mir saß der damalige Parteivorsitzende der SPD, Sigmar Gabriel. Wir sprachen über eine mögliche Kanzlerkandidatur, nicht von mir, nein, nein, natürlich von Gabriel. Gabriels mächtiger Körper sprang manchmal auf, wenn sich Werder eine seltene Torchance bot, dann fiel er wieder in den Sitz zurück.

Mensch, dachte ich, der Sitz ist ja viel zu klein für den künftigen Kanzlerkandidaten, er saß nämlich schon fast auf mir. Überhaupt schien mir das Weserstadion auch kleiner geworden zu sein. Früher, als ich das erste Mal hier als Junge war, da war es ein Riesenstadion, überhaupt war das Weserstadion das Größte, was es für mich gab, aber jetzt kam es mir vor wie unser Badezimmer, ich hatte das Gefühl, ich müsste den Kopf einziehen, – und als wenn nun auch noch der Kanzlerkandidat in das Badezimmer komme. Werder lag mittlerweile wieder mal in Rückstand, aber schien nun das Spiel drehen zu können, viele Angriffe über die Flügel.

Da unten sind Dieter und Uwe

Ich sprang auf. Wie früher. „Wissen Sie was?“, sagte ich zum Kanzlerkandidaten, „Wir beide sind mit Wundern groß geworden, wer Werder Bremen seit der Kindheit liebt, weiß, dass es Wunder gibt. Wir gewinnen das noch, glauben Sie nicht?“ Der Kanzlerkandidat nickte. Plötzlich war wieder dieses alte Gefühl in mir. Werder dreht das. Ich sah unten in der Kurve Dieter und Uwe, Freunde von früher, um Jahrzehnte gealtert, aber auch sie waren aufgesprungen, auch in ihnen war wieder der Glaube an das Wunder.

Da unten sind Dieter und Uwe, sagte ich zum Kanzlerkandidaten, Uwe und Dieter sind Freunde von früher. Seltsam, die weit aufgerissenen Augen von Dieter und Uwe, die ich natürlich nicht richtig erkennen konnte, aber mir einbildete, sie zu erkennen, das Auf und Ab ihrer Bewegungen, das wallende Hin und Her der Bewegungen der ganzen Ostkurve: Das alles kam mir vor wie die heimischen, norddeutschen Wolken, die ich aus Istanbul via türkisches Fernsehen gesehen hatte.

Trikots von Riedle, Burgsmüller und Völler

Plötzlich fühlte ich es: Ja, ich war zu Hause. Wie sehr hatte ich, ohne es zu wissen, all das vermisst. Das erste Wunder habe ich mit Dieter und Uwe in dieser Ostkurve erlebt. 1987, im November, einer dieser berühmten Bremer Flutlichtabende, UEFA-Pokal, 2. Runde, Rückspiel gegen Spartak Moskau. Dichter, kalter Nebel, Nebelwolken lagen über dem Rasen, und ich hatte über mein Karl-Heinz-Riedle-Trikot noch das alte Manfred-Burgsmüller- Trikot und das noch ältere Rudi-Völler-Trikot drübergezogen.

Das Hinspiel hatte Werder 1:4 verloren, keiner rechnete mehr mit einem Weiterkommen. Und dann das: 4:1 für Bremen nach 90 Minuten! Verlängerung: Riedle mit dem Kopf ins Glück, 100. Spielminute. Ich weiß noch, dass ich mir alle anderen Trikots wieder vom Leibe riss, um nur im Karl-Heinz-Riedle-Trikot zu jubeln. Und dann kam sogar noch Burgsmüller mit einem Drehschuss: 6:1!

Der Socrates Newsletter

Maradona, also Gott war im Weser-Stadion

Es ist mehr als ein Vierteljahrhundert her, aber ich sehe mich immer noch, wie ich mir in Ekstase im Wesernebel wieder das Manfred-Burgsmüller-Trikot über das Karl-Heinz-Riedle Trikot zog. „Können Sie sich noch zu Hause an das 6:1 gegen Spartak Moskau erinnern?!“, fragte ich den Kanzlerkandidaten. Er nickte.

Auch an den Nikolausabend 1989, UEFA-Pokal, Rückspiel gegen den SSC Neapel, den Titelverteidiger? Damals eine der besten Mannschaften der Welt. Endergebnis: 5:1! Wunder! Natürlich wieder unter Flutlicht! Für Neapel spielte im Weserstadion: Diego Maradona, also Gott; auf Bremer Seite hießen die Spieler ganz einfach Jonny Otten, Günter Hermann oder Dieter Eilts. Die Eintrittskarte von diesem irren Nikolausabend habe ich immer noch.

Es ist ein „Kutzop“ passiert

Es gab natürlich auch tragische Momente, die ich nie vergessen werde. April 1986: Handelfmeter in der vorletzten Minute gegen Bayern München. Wenn Kutzop trifft, dann ist Werder Bremen vorzeitig deutscher Fußballmeister. Kutzop, der alle sieben Elfer dieser Saison sicher verwandelte, läuft an, er verlädt Jean-Marie Pfaff im Bayern-Tor, aber – rechter Außenpfosten. Das nächste Spiel gewinnt Bayern und Bremen verliert, aus, vorbei, Meistertraum ade.

Man muss nur „Kutzop“ sagen, dann umarmen sich wildfremde Bremer und halten sich noch 25 Jahre danach tröstend in den Armen. Und wenn uns Bremern etwas misslingt, knapp misslingt, sagen wir kurz „Kutzop“, auch das ist Heimat. Meine Heimatmannschaft war schon immer die Horrormannschaft der Fußballwetten. Auf Werder konnte man sich nicht verlassen: Ausscheiden gegen den FC Superfund Pasching im UI-Cup und in derselben Saison 2003/04 dann deutscher Meister und Pokalsieger.

„So ein Mist! Pennt ihr denn alle?“

Aber vielleicht waren diese Temperaturstürze genau das, was die Werderaner zur beliebtesten Mannschaft des Landes machte. Einen Tag gelingt gar nichts, man ist unfassbar schlecht, und dann geht plötzlich im Wesernebel das Flutlicht an, und ein Wunder geschieht. Eine Mannschaft also, die sich immer wieder aus dem Sumpf zog und über sich hinauswuchs in offensivster Schönheit – das mochten die Menschen, da konnten die Bayern aus München siegen wie sie wollten, gegen diese typische Bremer Mischung aus Stümperei und Weserwundern, aus Genie und Wahnsinn kamen sie nie an, denn die Werderaner aus Bremen hatten immer etwas, wie ich finde, Lebendigeres, ja Menschlicheres.

Der Kanzlerkandidat schrie: „So ein Mist! Pennt ihr denn alle?“ Werder war wieder noch weiter in Rückstand geraten, das Spiel war offensichtlich nicht mehr zu drehen. Und es sah so aus, als käme nun eine sehr schwere Zeit für Werder. „Ich gehe. Mir reicht’s!“, sagte der Kanzlerkandidat. „Da bereite ich lieber den Parteitag vor.“ Auch Uwe und Dieter waren nicht mehr da, auch sie waren gegangen.

Ich schaute in den Himmel. Tiefe, schwarze Wolken. Auch die hatte ich früher malen müssen. Auch die gehörten zu meiner Kindheit.

Moritz Rinke

Moritz Rinke (Jahrgang 1967, geboren in Worpswede bei Bremen) ist ein in Berlin lebender deutscher Dramatiker und Romanautor. Er ist aktives Mitglied der deutschen Autorennationalmannschaft (Autonama) und spielt dort als erfolgreichster Torjäger. Zudem ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur. Gelegentlich ist Rinke Autor für das Socrates Magazin.
Moritz Rinke
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Nagelsmann, Baier, Netzer: Code 10

Was haben Jullan Nagelsmann von RB Leipzig, Daniel Baier vom FC Augsburg und Fußball-Legende Günter Netzer zusammen? Sie haben alle etwas mit der Zahl „10“ zu tun. Die Ausgabe #39 dreht sich um „10“.

Julian Nagelsmann: Der Erfolgreiche

Bei RB Leipzig hat Julian Nagelsmann nicht viel Anlauf benötigt. Der 32 Jahre alte Fußball-Lehrer knüpfte auf Anhieb an seine erfolgreiche Zeit bei der TSG 1899 Hoffenheim an – und er wurde sogar besser. Die Leipziger spielen um den Titel in der Bundesliga – auch dank ihres Trainers.

Doch für Nagelsmann besteht das Leben nicht nur aus Fußball. Er denkt und handelt über den Tellerrand hinaus und ist wahrscheinlich auch deswegen so erfolgreich. Im exklusiven Interview spricht Nagelsmann in der neuen Ausgabe über die Gedanken über ein Karriereende, über Menschenführung und vieles mehr.

Die gesamte Story lesen Sie in der neuen Ausgabe, das sie hier bestellen können. Alternativ können Sie auch ein Jahresabo bestellen oder das ePaper lesen.

Was hat die Ausgabe #39 noch zu bieten?

Exklusiv-Interview mit Daniel Baier

Daniel Baier wollte einst die 10, bekam sie aber nicht, weil er Thomas Häßler nicht beerben durfte. Beim FC Augsburg bekam er sie und schreibt seither eine Erfolgsgeschichte. Mit 35 ist er immer noch topfit, hat aber mit dem deutschen Fußball noch ein Hühnchen zu rupfen.

Günter Netzer: Typ

Wenn es im Fußball mal nicht läuft, geht die Suche nach den „Typen“ los. Günter Netzer war einer. Aber nicht nur das: Er war Popstar, Spielmacher, einer der besten Zehner der Geschichte. Die Frage ist nur: Wie wäre es, wenn er heute spielen würde?

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Josuha Guilavogui im Interview: „Mir fehlen die Supermärkte“

Eigentlich wollte Josuha Guilavogui nie nach Deutschland ziehen. Jetzt ist er Kapitän des VfL Wolfsburg und kann sich vorstellen, die Autostadt nie wieder zu verlassen. Warum Franck Ribéry dabei eine Rolle spielt und was das einzige Manko ist, erzählt er im Interview.

Josuha Guilavogui, wie lebt es sich als Franzose in Deutschland?

Es ist toll, auch wenn in den ersten Monaten nicht unbedingt alles einfach verlief. Das Wichtigste war bei mir, als ich von Atlético Madrid kam, dass ich zwar der einzige Franzose im Kader war, aber dank der tollen Französischkenntnisse von Kevin De Bruyne, Diego Benaglio und Ivan Perišić besser und schneller Fuß fassen konnte. Ich konnte mich durch ihre großartige tägliche Hilfe gut und schnell integrieren. Sie waren immer für mich da und hilfsbereit, vor allem wegen der Übersetzung. Das war im Nachhinein mein großes Glück. Heute bin ich froh, dass ich diese Rolle übernehmen kann und zum Beispiel meinen Landsmann Jérôme Roussillon jederzeit zur Verfügung stehe und für ihn dadurch als Art großer Bruder gelte.

Und sportlich?

Von der Mentalität her sind es ja zwei verschiedene Länder. In den ersten Wochen beim VfL musste ich erst lernen, dass man bei den Trainingseinheiten ständig Gas geben muss und zwar bis zur letzten Sekunde. In Frankreich war es so, dass je näher das Spiel kam, desto weniger gemacht wurde. In Deutschland ist es kein Problem, 48 Stunden vor dem Spiel elf gegen elf zu spielen und dabei genauso fokussiert und engagiert zu sein wie im Spiel selbst. Das musste ich erst mal lernen und nun gebe ich auch bei jeder Einheit Vollgas, das ist schon längst kein Problem mehr.

War die Bundesliga immer ein Ziel für Sie in Ihrer Karriereplanung?

Überhaupt nicht. Und das ist ja das Unglaublichste in meiner Geschichte. Ich habe zu Beginn meiner Karriere eher Richtung Süden tendiert und Deutschland war für mich zu diesem Zeitpunkt nie ein Thema.

Warum?

Ich dachte in Deutschland ist es eher kalt und mir machte insbesondere die Schwierigkeit der Sprache zu schaffen, so dass ich mir nicht vorstellen konnte, jemals in der Bundesliga unter Vertrag zu stehen.

Was ist dann passiert?

Die Antwort auf diese und viele andere Fragen in der aktuellen Ausgabe.

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Max Kruse im Interview: „Einstein hat recht“

Max Kruse hat die Bundesliga verlassen und sucht nun mit Fenerbahçe in der Türkei eine neue Herausforderung. Ein Gespräch über Verantwortung, Perspektiven und die wichtigsten Sachen im Leben.

Max Kruse, was bedeutet Ihnen Verantwortung?

Vorneweg zu gehen und auch andere Menschen zu unterstützen. Aber Verantwortung ist keine Art von Perfektion.

Wie meinen Sie das?

Niemand ist perfekt. Wichtig ist es, authentisch und sich selbst treu zu bleiben. Für den Fußball bedeutet das, dass man versucht, durch die Art und Weise, wie man veranlagt ist, eine Mannschaft nach vorne zu bringen.

Sie spielen bei Fenerbahçe in einer ziemlich neu zusammengestellten Mannschaft, müssen sich aber selbst erst integrieren. Verantwortung und Eingewöhnung: Geht beides?

Meiner Meinung nach geht schon beides. Ich habe genug Erfahrung, um Verantwortung zu übernehmen, auch wenn ich neu bin. Klar ist es ein anderes Land und die Art und Weise, wie Fußball gespielt wird, ist etwas anders. Aber letztlich ist es immer noch Fußball, also 11 gegen 11. Ich habe mich bei meiner Mannschaft schnell eingewöhnt, so dass ich sicher bin, dass ich mich schnell auf die Verantwortung konzentrieren und meine Leistung direkt abrufen kann.

Sie haben immer wieder neue Herausforderungen bei sehr verschiedenen Klubs gesucht: FC St. Pauli, SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach, VfL Wolfsburg, Werder Bremen und nun Fenerbahçe – all diese Klubs sind schwer in ihrer Art und Weise zu vergleichen. Spornt Sie das Neue, das Unbekannte an?

Ehrlich gesagt gehe ich nicht nach bestimmten Kriterien, wenn ich mich um die Vereinswahl kümmere. Für mich muss der Eindruck passen, für mich muss das Gesamtpaket passen. Ich muss das Gefühl haben, dass das der richtige Weg ist. Ich würde nicht sagen, dass das Unbekannte mich anspornt, aber klar bin ich dafür, meinen Horizont zu erweitern.

Wie entsteht dieses Gefühl?

Wenn ich mich mit den Leuten unterhalte, muss ich denken: „Wow, darauf hast du Lust.“ Das war bei Fenerbahçe der Fall, genauso wie bei allen anderen Vereinen in meiner Karriere.

Haben Sie bewusst die Komfortzone Bundesliga verlassen?

Ja, die Entscheidung fiel bewusst. Ich würde aber nicht von Komfortzone sprechen. Ich habe eine lange Zeit in Deutschland gespielt und gelebt und hatte eine sehr schöne Zeit, aber mich hätte in der Bundesliga ehrlich gesagt nicht viel mehr gereizt. Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, dass ich auf jeden Fall noch Erfahrung im Ausland sammeln will.

Das Interview erschien in Ausgabe #36: Jetzt nachbestellen

Fenerbahçe zeigt Interesse, hinterlegt das bei Ihrem Berater, der Sie dann davon informiert. Hand aufs Herz: Was war die erste Reaktion?

Sie war: „Wow, Istanbul! In der Stadt zu leben, das wäre schon geil.“

Wie ging es dann weiter?

Ich habe mich bei Nuri Şahin informiert, der ja bekanntlich Türke ist und mit dem ich bei Werder Bremen zusammengespielt habe. Wir haben darüber gesprochen, wie man in der Türkei Fußball spielt. Dann habe ich mit einem meiner Berater gesprochen, der Deutsch-Türke ist, und mit Fenerbahçes Sportdirektor Damien Comolli. Letztendlich habe ich Mehmet Ekici kontaktiert, der schon länger bei Fenerbahçe spielt. Bei allen habe ich mich über die Stadt, den Verein, die Kultur und die Liga informiert.

Es gibt inzwischen sicherlich viele Fußball-Länder, in denen man mehr verdienen kann als in der Türkei. Ist die Süper Lig dennoch lukrativ, weil man eine sportliche Herausforderung geboten bekommt und dennoch ordentlich entlohnt wird?

Man macht sich natürlich über alles Gedanken. Wenn man die Entscheidung trifft, den Verein zu verlassen, bei dem man spielt und eine neue Herausforderung sucht, denkt man über alles nach, was auf dem Tisch liegt. Für mich waren aber gewisse Vereine keine Option, egal wie viel Geld auf dem Tisch lag. Die Türkei, vor allem wenn man in Istanbul lebt, ist sehr europäisch, mit verschiedenen Kulturen, die dort zusammenkommen. Und natürlich hat mich auch ein Verein wie Fenerbahçe mit solchen Fans gereizt. Das Stadion ist immer ausverkauft, die Stimmung ist überragend und das ist natürlich eine Motivation, diesen Verein wieder nach vorne zu bringen. Ich glaube auch, dass die türkische Liga unterbewertet wird. Ich glaube, sie ist besser, als sie medial dargestellt wird. Die Liga ist körperlich hart und der Druck ist enorm, wenn man für einen Verein mit 25 Millionen Anhängern spielt.

Oscar Wilde sagte mal: „Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: Es stimmt.“ Wie ist es bei Ihnen?

Geld ist definitiv wichtig, weil man sich das Leben dadurch erleichtern kann und vielleicht ein paar Sorgen weniger hat. Ich stimme aber nicht zu, dass es das Wichtigste im Leben ist. Das geht mir etwas zu weit.

Dann halten Sie es wie Albert Einstein, der sagt: „Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.“

Ja, da hat er recht. Ich habe ein gutes Beispiel dafür: meinen Sohn. Den könnte ich mir für kein Geld der Welt kaufen. Von daher gilt auch für mich: Die besten Dinge des Lebens gibt’s nicht für Geld.

Viele Fußballer hört man immer wieder sagen, dass sie an die Zukunft und an die Familie denken müssen, wenn es um ihre Planungen geht. Hört irgendwann tatsächlich die Romantik auf, wenn man sich woanders finanziell besser absichern kann?

Das muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich finde diesen Ansatz gar nicht so verwerflich. Dass man dorthin geht, wo man am meisten Geld verdient. Egal ob man Fußballer ist oder einen anderen Job auf der Welt macht, versucht man am Ende des Tages das meiste für die Familie und für sich selbst herauszuholen. Vielleicht nicht für eine 1,50 Mark mehr, aber wenn es in andere Sphären geht, dann schon. Ich glaube, dass dann die Romantik aufhört. Vielleicht nicht mit 24, 25 Jahren, aber wenn man irgendwann weiß, dass man nicht mehr ein Leben lang Fußball spielen wird, denkt man ans Absichern. Das ist doch normal.

Das sind die Spitzenverdiener des Sports 2019

Machen Sie sich schon Gedanken über das Leben nach der Karriere?

Gedanken machen würde ich nicht sagen. Ich habe noch einige Jahre vor mir als Profi und will vor allem Akzente setzen für Fener in der Türkei: Meister werden, Champions League mit Fenerbahçe spielen. Diese ganzen Ziele kommen noch. Bis zum Ende meiner Karriere werde ich wahrscheinlich noch einige Menschen kennenlernen und weitere Interesse entwickeln. Nur eine Sache weiß ich sicher…

…wir sind gespannt.

Ich steige in ein Rennauto.

Immer mehr Fußballer werden Business Manager. Oliver Kahn hat Firmen aufgebaut, René Adler hat ein Start-up für Torwart-Handschuhe, Philipp Lahm ging Richtung Pharmaunternehmen. Jonas Hofmann aus Mönchengladbach hat Fastfood-Filialen. Wäre das etwas für Sie?

Über solche Dinge habe ich mir tatsächlich schon mal Gedanken gemacht. Eine App habe ich schon mal probiert, das hat aber leider nicht funktioniert. Ich weiß nicht, ob genau diese Sachen etwas für mich wären, aber natürlich bin ich offen für interessante Businessideen und die werden auch kommen. Der Fokus liegt aber erst mal absolut auf Fußball.

Ihr Präsident bei Fenerbahçe, Ali Koç, ist einer der erfolgreichsten Geschäftsmänner der Welt. Haben Sie mal überlegt, ein Praktikum bei ihm zu machen?

Tatsächlich jetzt, nachdem ich die Frage gestellt bekommen habe: Ja, ich kann es mir durchaus vorstellen. Und nicht nur bei ihm. Ich war positiv überrascht, wie viele Möglichkeiten Istanbul bietet im Bereich Events, Design oder Medien und ich habe schon einige interessante Geschäftsleute kennengelernt. Ich kann mir schon vorstellen, mir einiges in den Bereichen anzugucken und anzuhören.

Max Kruse, sind Sie zufrieden mit dem bisher Erreichten Ihrer Karriere?

Ja, ich bin sehr, sehr zufrieden mit dem, was ich erreicht habe. Es hätte sicherlich noch etwas dazukommen können, was aus verschiedenen Gründen nicht geklappt hat, aber ich habe mich bei allen meiner Karriereschritte immer gut gefühlt und habe nie etwas bereut. Vielleicht bin ich nicht einer der besten Fußballer der Welt geworden, aber ich habe meine Qualität und meine Persönlichkeit bis jetzt unter Beweis gestellt. Ich habe auch noch einiges vor, von daher heißt es: Gas geben, es geht immer weiter.

Interview: Fatih Demireli

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Video: Die Stille in der Kabine des FC Barcelona

Der FC Barcelona gewann das Hinspiel im Camp Nou mit 3:0 und bereitete sich seelisch auf das Champions-League-Finale vor. Doch dann drehte der FC Liverpool das Ergebnis. Aufnahmen zeigen erstmals, wie es in der Kabines Barcas hinterher aussah.

Beim FC Barcelona war man sich nach dem fulminanten Spiel und dem tollen Spiel im Camp Nou recht sicher, dass es klappt mit dem Finaleinzug in der Champions League. Einzig Lionel Messi erinnerte im Vorfeld an das Vorjahr, als Barcelona im Viertelfinale der Champions League scheiterte, weil man ein 4:1 im Hinspiel noch hergab und 0:3 verlor. 

Der argentinische Superstar der Katalanen schien eine Vorahnung gehabt zu haben: Denn Barcelona verlor an der Anfield Road tatsächlich mit 0:4 und verspielte das sicher geglaubte Finale von Madrid. Zwei Mal Divock Origi, zwei Mal Georginio Wijnaldum: Jürgen Klopps ersatzgeschwächte Truppe überrollte Barca regelrecht und war der verdiente Sieger des Abends. Erstmals zeigen nun Aufnahmen, wie es in der Kabine Barcelonas nach dem Spiel aussah.

Das blanke Entsetzen beim FC Barcelona im Video

Socrates im Testabo für nur 10 Euro

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Video: Der emotionale Abschied des Markus Rosenberg

Markus Rosenberg beendet seine Karriere. In seinem letzten Heimspiel für Malmö FF sorgt erst sein Klub für einen emotionalen Abschied. Dann sorgt der frühere Stürmer von Werder Bremen für ein schier unglaubliches Finale.

Die Ausgangslage war nicht aussichtslos, aber das Spiel hätte Malmö FF schon gewinnen müssen, um am letzten Spieltag der Europa League noch eine gute Chance zu haben, um in die nächste Runde einzuziehen. Aber Gegner Dynamo Kiew ging es ähnlich und die Ukrainer ließen vor ausverkauftem Haus nicht locker. Sie drückten mit ihrem beherzten Spiel auf die Stimmung, die ohnehin sehr emotional war.

Vor dem Anpfiff verabschiedete Malmö FF seine Stürmer-Legende Markus Rosenberg, der nach 18 Jahren Profi-Dasein seine Karriere zum Jahresende beendet. Der Klub sorgte für eine emotionale Verabschiedung, doch für das unfassbare Finale des Abends sorgte Markus Rosenberg selbst.

Der emotionale Abschied von Markus Rosenberg im Video

Socrates im Testabo für nur 10 Euro